Ricoh Caplio GX100

gx100 – »die kleine« für fotografen

Für mich entscheidend: klein, schnell und Weitwinkel.

Um es ausführlicher zu formulieren – ich wollte eine Kamera, die bequem in die Jackentasche passt, die schnell einsatzbereit ist, schnell auslöst und einigermaßen flott RAW schreibt. Und die vor allem einen vernünftigen Weitwinkel erreicht.

Letzterer liegt bei 24 mm (Kleinbild-äquivalent), dabei mit f/2.5 Blende ausreichend lichtstark, um im Kombination mit der Verwacklungskorrektur auch unter schlechteren Lichtverhältnissen nicht gleich in die höheren ISO-Bereiche ausweichen zu müssen.

Denn letztere sind generell bei Kameras mit kleinem Chip – dazu zählt die GX100 – durch starkes Bildrauschen geprägt. zum Glück neigt die GX100 nicht dazu, das Rauschen zu stark wegzuglätten, sondern verleiht den Bildern ein nicht zu stark farbig geprägtes Rauschen, ähnlich dem Filmkorn, ab ISO 800 schon sehr deutlich.

Nicht zu empfehlen ist der elektronische Aufstecksucher, den Ricoh optional anbietet. Dieser liefert ein vergleichsweise schlechtes und unscharfes Bild. Ich konnte mich nach einigen Versuchen nicht damit abfinden.

Ein großes Lob an Ricoh, denn hier bekommt man als ambitionierter Fotograf ein fast perfektes Werkzeug in die Hand, das bei gutem fotografischen Verständnis gute Bilder ermöglicht und auch im Schnappschuss-Modus sehr zu empfehlen ist.

Inzwischen (Ende 2010) habe ich die kleine Ricoh wieder verkauft, sie wurde durch eine kleine Systemkamera ersetzt.

der wirt liest seine karte